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Schützenverein

Plaggenschale- Döllinghausen e. V. 1911

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Wenn einem Hausbesitzer das Interieur nicht mehr gefällt, Teppich und Tapete aus der Mode gekommen sind und auch gleich der Zuschnitt der Wohnung verändert werden könnte, dann läßt er Handwerker anrücken und seine vier Wände aufmöbeln. So haben es die Mitglieder des Schützenvereins Plaggenschale-Döllinghausen auch mit ihrem Vereinshaus gemacht. Allerdings haben die Mitglieder die Arbeiten in Eigenleistung erledigt.

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Äußerlich hat sich das Gebäude an der Alten Schulstraße nicht verändert. Immer mal wieder ist der Klinkerbau seit der Einweihung im Jahr 1986 erweitert und umgebaut worden: so wie es gebraucht wurde und so wie es am zweckmäßigsten war. Dunkel gehaltene Räume, Regale in Eichenfarbe und eine Holzverkleidung in gleicher Farbe, dazu dunkle Fliesen – so sah es viele Jahre auch im Schützenhaus in Plaggenschale aus. „Eben im Stil der Zeit“, sagt Präsident Udo Struckmann. Doch wenn er nun auf das Ergebnis der seit Mitte September 2012 laufenden Sanierung blickt, ist nicht nur er sehr zufrieden. Hell, modern und keineswegs mehr dunkel wirkt nun das Innere des Hauses. Große Fliesen in hellem Grau, weiße Wände ohne Schnörkel, eine moderne Theke und Stühle aus Edelstahl anstatt massiger Eiche geben der Schützenhalle ein attraktives Äußeres. „Das war viel Arbeit“, sagt Struckmann. Im Prinzip sei nicht viel mehr stehen geblieben als die Außenwände, berichtet er. Eigentlich wollte der Verein nur die Wärmedämmung im Haus verbessern, den Eingangsbereich umgestalten, ein Behinderten-WC einbauen, die alte Heizung austauschen und eine neue Küche installieren. Doch dann schnitt der Verein die Räume neu zu, passte sie an die Bedürfnisse an und entschied sich im hinteren Teil für einen Anbau. Etwa 80 Quadratmeter zusätzlich entstanden auf diese Weise. Vor allem die Lage der Küche habe sich in den vergangenen Jahren als äußerst unvorteilhaft herausgestellt, wie Struckmann erklärt. Küche und Veranstaltungsraum hätten zu weit auseinander gelegen, „zum Kaffeekochen musste man durch das halbe Haus gehen“. Nun ist die Küche in direkter Nähe zum Versammlungsraum angegliedert worden. Ins Auge fällt das Büro für die Schießwarte, die mit wenigen Schritten den Schießstand erreichen. Ein Lob spricht der Präsident, der seit 2008 im Amt ist, allen Mitgliedern aus. „Es steckt viel Energie in unserem Verein“, sagt er nicht ohne Stolz. Und diese Energie sei seit September vergangenen Jahres in den Umbau geflossen. „Es haben alle mit angepackt.“ Das bedeutete, dass an jedem Samstag und in jeder freien Minute am Haus herumgewerkelt wurde. Bis zum Schützenfest, das Ende kommender Woche gefeiert wird, sind auch die Restarbeiten abgeschlossen. Zuletzt will der Schützenverein die Außenanlagen in Angriff nehmen. Nicht nur für den Schützenverein ist der schmucke Klinkerbaum ein zentraler Treffpunkt der beiden Merzener Ortsteile. „Es steht allen Einwohnern offen“, ergänzt Udo Struckmann: Alle zwei Jahre finde rund um die Schützenhalle die Olympiade des TuS Plaggenschale statt, auch der Wanderverein Plaggenschale-Döllinghausen (WaPlaDö), bekannt für seine „Indian-Summer-Partys“, nutzt das Gelände für seine Zwecke. Die abgeschlossene Sanierung des Vereinshauses wollen die Schützen zum Anlass für eine kleine Feier nehmen. Am Freitag, 7. Juni, beginnt um 18.30 Uhr eine Einweihungsparty. Eingeladen sind dazu auch die Schützenvereine aus der Samtgemeinde Neuenkirchen. Am Samstag, 8. Juni, und Sonntag, 9. Juni, feiern die Schützen ihr Volksfest. Eine Woche später, am Samstag, 15. Juni, steigt in Plaggenschale zum 17. Mal die „Indian-Summer-Party“. Und eigentlich, so merkt Präsident Udo Struckmann an, hat der Verein noch einen Grund zum Feiern: Vor 100 Jahren hat der damals erst seit zwei Jahren bestehende „Schießverein Plaggenschale“ beschlossen, auch Einwohnern aus Döllinghausen als Mitglieder aufzunehmen und den Verein in „Schützenverein Plaggenschale-Döllinghausen“ umzubenennen.